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Generische Management-Systeme

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile." Aristoteles, 384 -322 v. Chr.
Die Gestaltung, Entwicklung und Umsetzung von generischen Managementsystemen wird durch zwei Aspekten beeinflusst. Dem Aspekt der strukturellen Ausprägung, welcher die effektive und effiziente Unternehmensführung berücksichtigt. Hierzu gehören die Prozessorientierung, die Integration und die Lean-Orientierung des Managementsystems. Der andere Aspekt berücksichtigt die thematische Ausprägung, also die Anforderungen und Erwartungen der Interessenpartner, welche durch das Managementsystem erfüllt werden sollen. Zu den relevanten, meist auch genormten Themen, gehören beispielsweise Teilsysteme wie Qualitätsmanagement (ISO 9001), Umweltmanagement (ISO 14001), Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagement (OHSAS 18001), Informationssicher-heitsmanagement (ISO 27001), Risikomanagement (ISO 31000), Energiemanagement (ISO 50001) und Gesellschaftliche Verantwortung (ISO 26000).

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Qualitätsmanagement - System nach ISO 9001:2015

Ein Qualitätsmanagementsystem ist ein System zum Leiten und Lenken einer Organisation bezüglich der Qualität. Die relevanten Anforderungen an ein Qualitätsmanagement-system sind in der international gültigen Norm ISO 9001:2015 und im Leitfaden zu Leistungsverbesserung ISO 9004 zusammengefasst. Moderne Qualitätsmanage-mentsysteme sind prozessorientiert strukturiert, wobei das in der ISO 9001 beschriebene Prozessmodell als Grundlage dienen kann.

Der Nutzen eines funktionierenden Qualitätsmanagementsystems liegt in der eindeutigen und transparenten Festlegung der qualitätsrelevanten Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Befugnissen sowie in den festgelegten Prozesse und Verfahren, welche hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Performance auch beurteilt werden. Neben einer verbesserten Prozess- und Produktqualität generieren sich durch gut gestaltete und funktionierende QM-Systeme positive Effekte zur Kundenzufriedenheit und Wirtschaftlichkeit des Unternehmens.

 

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Qualitätsmanagementsysteme in der Automobilbranche

Mit der IATF 16949 und weiteren Leitfäden bzw. Richtlinien hat die Automobilbranche ihre Anforderungen an Qualitätsmanagementsysteme definiert. Dabei dient die ISO 9001 als Grundlage und ist um spezielle Anforderungen der Automobilbranche ergänzt und konkretisiert. Die Zielsetzung der IATF 16949 ist, gemäß Definition, die Entwicklung eines Qualitätsmanagementsystems, welches ständige Verbesserung vorsieht, welches Fehlervermeidung vor Fehlerentdeckung stellt und das zur Verringerung von Streuung und Verschwendung in der Lieferkette führen soll.

Zu den weiteren Leitfäden und Richtlinien in Verbindung mit der IATF 16949 gehören z.B. verschiedene VDA-Bände, die Qualitätsvorausplanung / APQP, das Produktionsteil-Abnahmeverfahren / PPAP) und Anforderungen an Qualitätsfähigkeitsuntersuchungen und -kennwerte. Außerdem wird in der IATF 16949 die Anwendung bestimmter Engineering-Methoden bzw. der sogenannten Automotive Core Tools (z.B. QFD, FMEA, DoE) gefordert.

 

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Qualitätsmanagementsysteme Lerndienstleister nach ISO 29990:2010

Ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 29990 berücksichtigt die Anforderungen an Lerndienstleister und ihre Lerndienstleistungen in besonderer Weise.

Das QM-System eines Lehrdienstleisters umfasst die Aufbau- und Ablauforganisation des Lerndienstleisters und die eigentliche Lerndienstleistung selbst. Die Anforderungen an die Organisation basieren überwiegend auf der ISO 9001, die Anforderungen an die Lerndienstleistungen betreffen Aufgaben wie beispielsweise die Ermittlung des Lernbedarfs und die Gestaltung, Erbringung und Evaluation der angebotenen Lerndienstleistungen. Die Konzeption von Lernumgebungen, wie auch das Management der Lernressourcen gehören ebenfalls zu einem funktionierenden und effizienten Qualitätsmanagementsystem eines Lerndienstleisters.

 

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Umweltmanagementsysteme nach ISO 14001:2015

Ein Umweltmanagementsystem ist Teil eines übergreifenden Managementsystems einer Organisation, welches dazu dient, die Umweltpolitik zu entwickeln und die Umweltaspekte in geeigneter Weise zu handhaben. Diese Umweltaspekte können in direkte und indirekte Umweltaspekte differenziert werden, wobei die direkten Umweltaspekte Tätigkeiten betreffen, welche im Unternehmen kontrolliert werden können (z.B. Abfallmanagement, Ressourcennutzung, Emissionen) und indirekte Umweltaspekte, welche nur mittelbar durch das Unternehmen beeinflusst werden können (z.B. Verwaltungsentscheidungen, Umweltverhalten von Lieferanten).

Ziel eines erfolgreichen Umweltmanagementsystems ist die Synergie zwischen Ökologie und Ökonomie zu erkennen und zu nutzen. Ein weiterer Aspekt für ein gut funktionierendes Umweltmanagementsystem ist die aktive Förderung des Umweltbewusstseins bei den Führungskräften und Mitarbeitern und in der gesamten Lieferkette.

 

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Energiemanagementsysteme nach ISO 50001:2011

Ein Energiemanagementsystem umfasst alle Maßnahmen, die geplant und durchgeführt werden, um bei geforderter Leistung einen minimalen Energieeinsatz sicherzustellen. Die organisatorischen Anforderungen an ein Energiemanagement sind im Leitfaden ISO 50001 zusammengefasst worden.

Ziele eines Energiemanagementsystems sind die Schonung der Ressourcen, wie auch Klimaschutz und Kostensenkungen unter Berücksichtigung der Sicherstellung des Energiebedarfs der Energieverbraucher. Das Energiecontrolling unterstützt das kosten- und materialeffiziente Energie- und Stoffstrommanagement.

Energiemanagementsysteme sind eine ideale Erweiterung von Umweltmanagementsystemen.

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Arbeitsschutzmanagementsysteme nach ISO / DIS 45001:2016

Ein Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystem ist ein eigenständiges Managementsystem oder Teil eines übergreifenden Managementsystems, das sicherstellt, dass eine Unternehmenspolitik für Sicherheit und Gesundheitsschutz umgesetzt wird. Das System umfasst Organisationsstrukturen, Verantwortlichkeiten, strategische Planungen, Methoden, Verfahren, Ressourcen, Verhaltensweisen und Prüfinstrumente zur Entwicklung, Erfüllung, Bewertung und Aufrechterhaltung der vorgegebenen Politik.

Unter Berücksichtigung der Durchführung von Gefährdungsanalysen und der daraus erkannten Sicherheitsrisiken ist es das Ziel, mögliche Ursachen für Arbeitsunfälle kontinuierlich zu verringern. Arbeitsschutz wird heutzutage zunehmend nicht nur als betriebswirtschaftlicher Kostenfaktor oder als gesetzlich regulierte Auflagen und Aufgaben gesehen. Den direkt zuordenbaren Kosten stehen nicht zu unterschätzende Einsparungen auf Seiten der krankheitsbedingten Ausfallzeiten durch Arbeits- oder Wegeunfälle und Regressforderungen entgegen.

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Risikomanagementsysteme nach ISO 31000:2009

Ein Risikomanagementsystem beinhaltet die Risikopolitik einer Organisation, deren Auftrag und Verpflichtungen sowie die eigentlichen Risikomanagementprozesse bestehend aus „Risiko identifizieren - Risiko analysieren - Risiko bewerten - Risiko bewältigen". Außerdem gehört die Überprüfung der umgesetzten Risikobewältigungsstrategien und bei festgestellten Abweichungen oder Problemen deren Beseitigung dazu.

Ein umfassendes Risikomanagementsystem betrachtet unterschiedlichste Risiken in einem Unternehmen, wie beispielsweise Unternehmensrisiken, Kreditrisiken, Finanzanlagerisiken, Umweltrisiken, versicherungstechnische Risiken, technische Risiken.

Die wesentlichen Aufgaben des Risikomanagementprozesses umfassen die Risikoanalyse, die Risikobewertung, die Risikominimierung, die Risikokontrolle, die Risikohandhabung und die Risikoverfolgung.

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Informationssicherheitsmanagementsystem nach ISO 27001:2008

Ein Informationssicherheitsmanagementsystem ist eine Zusammenstellung von Verfahren und Regeln innerhalb eines Unternehmens, welche dazu dienen, die Informationssicherheit nachhaltig zu definieren, zu steuern, zu kontrollieren, aufrechtzuerhalten und fortlaufend zu verbessern.

Informationssicherheit dient dem Schutz vor Gefahren bzw. Bedrohungen, der Vermeidung von Schäden und der Minimierung von Risiken eines Unternehmens.

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Gesellschaftliche Verantwortung nach ISO 26000:2011

Ein Managementsystem zur Gesellschaftlichen Verantwortung basiert auf dem Leitfaden ISO 26000:2011, der Orientierung und Empfehlungen gibt, wie sich Organisationen jeglicher Art verhalten sollten, damit sie als gesellschaftlich verantwortlich angesehen werden können.

Der Leitfaden umfasst „erstrebenswerte beispielhafte Anwendungen" (Best Practices) gesellschaftlich verantwortlichen Handelns von Organisationen. Er ist sowohl mit den Richtlinien der Vereinten Nationen UN als auch mit denen der internationalen Arbeitsorganisation ILO verträglich.

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